Beziehungsratgeber mit Beziehungstipps

Rechnen, Schreiben und vieles mehr lernen wir in der Schule. Eine dauerhafte und glückliche Beziehung zu führen, bringt uns jedoch niemand bei, es gibt keinen Beziehungsratgeber, kein Handbuch, und gute Beziehungstipps sind selten. In diesem Beziehungsratgeber finden Sie viele hilfreiche Beziehungstipps und Anregungen für Ihre Partnerschaft. Dabei beziehen sich manche Tipps darauf, was Sie selber machen und vielleicht verbessern können, aber auch viele der folgenden Vorschläge erfordern den Einsatz und Willen von beiden Partnern.

Das Wichtigste über Beziehungstipps für Sie:

  • Schon die Partnerwahl kann Einfluss darauf haben, ob eine Beziehung von Dauer ist oder nicht. Paaren mit ähnlichen Interessen und Einstellungen sowie vergleichbarer Lebensgeschichte haben bessere Chancen als Paare mit sehr verschiedenen Ansichten oder großem Altersunterschied.
  • Eine grundlegende Voraussetzung für das Funktionieren einer Beziehung ist das Interesse am Partner und der gegenseitige Austausch trotz unterschiedlicher Meinungen.
  • In einer glücklichen Beziehung wird das Gute am Partner stärker gewichtet als Schwächen und Fehler. Auch in Gesprächen mit Außenstehenden äußert man sich respektvoll über den Partner.
  • Nähe und Distanz sind gleichermaßen wichtig für eine Beziehung. Beide Partner sollten eigene Interessen und Freundschaften nicht der Beziehung zuliebe aufgeben.
  • Vertrauen in der Partnerschaft beruht auf Ehrlichkeit und Verlässlichkeit. Untreue kann das Vertrauen nachhaltig zerstören.
  • Für eine gute Beziehung kann und muss man etwas tun. Aufmerksamkeit, Humor und Spontanität helfen dabei, die Harmonie in der Partnerschaft zu erhalten.

Der Einfluss der Partnerwahl auf die Chancen für eine dauerhafte Beziehung

Die partnerschaftliche Beziehung zwischen zwei Menschen lässt sich gewissermaßen als Projekt betrachten, zu dessen erfolgreicher Umsetzung sich beide verpflichtet haben. Die Liebe hat die Partner zusammengeführt, doch steht das Projekt unter dem Einfluss zahlreicher äußerer Umstände: Sich ändernde Bedingungen in der Ausbildung, im Studium oder im Beruf, Kinder, ein Umzug, neue Bekannte und Freunde, neue Hobbys und Interessen, eine Krankheit oder Arbeitslosigkeit sind Beispiele für Faktoren, die das Leben der Beteiligten verändern und eine Anpassung in der Projektplanung erforderlich machen können. Wo Lebensumstände sich ändern, müssen Paare bereit sein, neue Kompromisse auszuhandeln. Immer wieder zeigen Untersuchungen, dass dies solchen Paaren am besten gelingt, die ähnliche Persönlichkeitsmerkmale und Einstellungen aufweisen. Gemäß einem bekannten Sprichwort ziehen Gegensätze sich zwar an, für die partnerschaftliche Harmonie ist dies aber weniger zutreffend. In diesem Kontext gilt eher der Spruch: „Gleich und gleich gesellt sich gern.“

Bei Paaren, die in grundlegenden Fragen übereinstimmende oder zumindest ähnliche Ansichten haben, kommt es seltener zur Trennung als bei Paaren, bei denen fundamentale Unterschiede immer wieder zu Konflikten und Reibereien führen, welche die Beziehung belasten. Gemeinsame Interessen, eine ähnliche Einstellung zu Geld, ähnliche Charakterzüge und ein vergleichbares Bildungsniveau sorgen für mehr Harmonie und weniger Streit. Wer eine glückliche Partnerschaft anstrebt, sollte dies bei der Partnerwahl berücksichtigen. Tatsächlich interessieren Menschen sich auf der Suche nach einem passenden Partner intuitiv vor allem für solche Kandidaten und Kandidatinnen, bei denen sie Übereinstimmungen feststellen können. In erster Linie gilt das für Äußerlichkeiten: Wir sehen uns nach einem Partner um, dessen Attraktivität wir ähnlich einschätzen wie unsere eigene. Wer sich eine Beziehung wünscht, die möglichst lange anhält, sollte das Augenmerk beim Kennenlernen eines möglichen Partners jedoch auch beispielsweise auf das Alter und auf ähnliche Ereignisse in der Lebensgeschichte richten. In derselben Zeit die Kindheit und Jugend verbracht zu haben, schafft Verbundenheit. Das gleiche gilt, wenn beide Partner verwitwet oder geschieden sind, Kinder haben oder früh einen Elternteil verloren haben.

Der Austausch mit dem Partner ist die Basis einer Beziehung

Die wenigsten Menschen suchen sich ihren Partner allerdings konsequent anhand einer Liste von wünschenswerten Übereinstimmungen aus. Darum wird es in jeder Beziehung früher oder später zu Meinungsverschiedenheiten kommen. Zu einer glücklichen Beziehung gehört es, zu akzeptieren, dass sich die Sichtweise des anderen ebenso wie seine Erfahrungen, Wünsche und Fähigkeiten von der eigenen unterscheidet. Sich mit dem Partner darüber auszutauschen, gehört zu den wichtigsten Dingen, die Sie für eine funktionierende Beziehung tun können. In der Zeit des Kennenlernens finden Sie in der Regel zunächst alles interessant, was der andere zu erzählen hat. Paare tun gut daran, sich das gegenseitige Interesse für den Partner sowie die Bereitschaft zum offenen Dialog zu bewahren und zu zeigen. Hierzu gehören aktives Zuhören, Respekt und die Fähigkeit, bei gegensätzlichen Meinungen Kompromisse zu schließen. Miteinander zu reden fördert das Empfinden, einander nahe zu sein. Insbesondere wenn Paare sich jung kennen lernen, verhindert der regelmäßige Austausch, dass die Persönlichkeiten sich in verschiedene Richtungen entwickeln, ohne dass die Partner dies mitbekommen. Im Extremfall hat man in solchen Fällen Jahre später das Gefühl, einem fremden Menschen gegenüber zu stehen.

Toleranz und Respekt sind für eine glückliche Beziehung wichtig

Die kleinen Macken des Partners, die Sie zu Beginn der Beziehung „irgendwie niedlich“ fanden, empfinden Sie nach einer gewissen Zeit vielleicht als störend. Ohne eine tolerante Haltung gegenüber den vermeintlichen Schwächen des anderen wird eine Partnerschaft jedoch auf Dauer nicht harmonisch verlaufen können. In einer Beziehung sollten Sie sich daher immer wieder darum bemühen, den Blick hauptsächlich auf die guten Seiten des Partners zu lenken. Denn niemand ist perfekt und kein Mensch ist ohne Fehler. Sie sollten die Partnerschaft niemals als selbstverständlich hinnehmen, anstatt dessen kann die Beziehung gestärkt werden, wenn beide Seiten sich dessen bewusst sind, was sie Gutes am anderen haben und dies auch zur Sprache bringen. Viele Paare sprechen ausschließlich über ihre Probleme, dabei wirkt es sich viel positiver auf die Beziehung aus, wenn das Gute thematisiert wird. Eine Regel besagt, dass das Verhältnis von positiven zu negativen Äußerungen möglichst 5:1 betragen sollte. Dies bedeutet, dass eine negative Bemerkung durch fünf liebevolle Botschaften ausgeglichen werden sollte, um das Glück in der Beziehung zu erhalten. Auch zu Dritten sollten Sie stets respektvoll über den Partner sprechen und ihn niemals vor anderen schlecht machen.

Zwei Menschen werden niemals vollkommen in ihren Ansichten und Meinungen übereinstimmen. In einer funktionierenden Partnerschaft akzeptieren die Partner einander, auch wenn sie in Bezug auf bestimmte Themen unterschiedlicher Meinung sind. Sie setzen sich mit den Gedanken und Äußerungen des anderen auseinander, akzeptieren auch eine von der eigenen Position abweichende Haltung und beharren nicht unbedingt darauf, im Recht zu sein.

Eigene Interessen und Freundschaften pflegen

So wichtig gemeinsame Pläne und Unternehmungen für eine Partnerschaft auch sein mögen, sollte doch niemand den Fehler machen zu glauben, getrennte Aktivitäten seien schädlich für eine Beziehung. Paare, die wie in Symbiose unentwegt zusammen hocken und alles gemeinsam unternehmen, bringen sich um die Chance, eigene Erfahrungen zu machen. Solche Erfahrungen bringen dem Einzelnen jedoch Zufriedenheit und sorgen zudem für neue Impulse in der Partnerschaft. Natürlich sollte nicht jeder der Partner grundsätzlich eigene Wege gehen. Es ist vielmehr die richtige Mischung aus Nähe und Distanz, die eine Partnerschaft lebendig hält. Niemand sollte seine Bedürfnisse dauerhaft dem Partner zuliebe unterdrücken. Ein Hobby aufzugeben, das Sie vor der Beziehung gepflegt haben und das Ihrem Partner nicht so liegt, nur um eventuellen Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen oder um alles mit dem Partner gemeinsam zu machen, ist also nicht unbedingt ratsam. Wo kein Freiraum für eigene Aktivitäten vorhanden ist, besteht die Gefahr, dass sich auf Dauer Unzufriedenheit entwickelt.

Ebenso ist es für beide Partner wichtig, Freundschaften außerhalb der Beziehung zu pflegen. In diesem Zusammenhang ist interessant, dass Menschen sich einem Paar gegenüber anders verhalten, als wenn sie mit den einzelnen Personen zu tun haben. Jeder der Partner erfährt sich selbst im Umgang mit Dritten also auch anders als beim Auftreten zu zweit, was dem Selbstbewusstsein gut tut. Erfahrungen und Erlebnisse außerhalb der Beziehung sorgen für zusätzlichen Gesprächsstoff und tragen dazu bei, dass man für den Partner interessant bleibt.

Beziehungsratgeber, wie Sie Vertrauen fördern

Vertrauen ist einer der Grundpfeiler, auf denen eine funktionierende Partnerschaft ruht. Nichts stärkt eine Beziehung so sehr wie das Wissen, dass Sie sich auch in schwierigen Zeiten auf den Partner verlassen können. Um Vertrauen aufzubauen, sind Ehrlichkeit und Verlässlichkeit erforderlich. Ehrlichkeit bedeutet nicht, dass die Partner bis ins kleinste Detail alles voneinander wissen müssen. Gerade zu Beginn einer Beziehung ist es spannender, wenn einige Wesenszüge oder Vorlieben der anderen Person erst nach und nach entdeckt werden. Heimlichtuerei und Lügen sind jedoch zu vermeiden, wenn Sie das Vertrauen des Partners gewinnen oder bewahren möchten. Zur Verlässlichkeit gehört vor allem die Einhaltung getroffener Absprachen, zusätzlich stärkt es die Bindung, wenn Sie wissen, dass der Partner zur Stelle ist, wenn Sie Hilfe nötig haben. Andererseits sollten Sie es nicht als selbstverständlich sehen, dass der andere stets zu Diensten ist, sondern Dankbarkeit zeigen, wenn Sie Unterstützung und Anteilnahme durch den Partner erfahren.

Vertrauen und Vertrautheit entstehen auch durch Nähe – und umgekehrt. Neben der emotionalen Nähe ist hiermit auch die körperliche Nähe angesprochen. Zärtlichkeiten sollten sich nicht auf gewohnheitsmäßigen Sex nach dem Zu-Bett-Gehen beschränken. Arm in Arm oder Händchen haltend spazieren zu gehen, sich zur Begrüßung und zum Abschied zu küssen und sich beim Fernsehen aneinander zu kuscheln sind Formen körperlicher Zuwendung, die Wärme und Wohlbefinden in die Beziehung bringen. Beim Sex sollten Sie nicht davon ausgehen, dass der Partner die eigenen Empfindungen und Vorlieben von selbst erraten kann. Damit Sex für beide Seiten erfüllend sein kann, müssen die Beteiligten sich über ihre Wünsche austauschen, auch wenn dies vielen Paaren nicht ganz leicht fällt. Treue sollte in einer Partnerschaft selbstverständlich sein, da das Vertrauen in den Partner durch einen Seitensprung oder eine Affäre meist nachhaltig gestört wird. Insbesondere in solchen Situationen sollten Sie Beziehungsratgeber zurate ziehen und Beziehungstipps einholen.

Beziehungstipps

Wer sich wünscht, dass seine Liebesbeziehung von Dauer ist, sollte sich von der Vorstellung verabschieden, dass Liebe alleine genügt, um eine Partnerschaft zu erhalten. Im Zustand der frischen Verliebtheit mögen Sie sich wünschen, dass die Liebe niemals enden wird. Doch wenn Menschen sich weiter entwickeln, verändern sich auch ihre Gefühle, und es ist keineswegs selbstverständlich, dass die Liebe füreinander von Dauer ist. Die Liebe zweier Menschen zueinander ist vielmehr wie ein Schatz zu betrachten, der gehütet und gehegt werden muss. Kleine Aufmerksamkeiten, die Sie dem Partner zukommen lassen, sorgen für Freude und bringen Abwechslung in den Alltag. Dabei muss es sich nicht unbedingt um teure Geschenke handeln. Schon eine Kleinigkeit, von der Sie wissen, dass der andere sich darüber freut und die Sie vom Einkaufen mitbringen, zeigt Ihrem Partner, dass Sie an ihn denken.

Ein respektvoller Umgang miteinander, Interesse am Partner, Akzeptanz, Ehrlichkeit, Nähe und Zärtlichkeit werden in langjährigen Beziehungen unter dem Einfluss äußerer Faktoren häufig vernachlässigt. Doch beruflicher oder sonstiger Stress sollte nicht zum Anlass genommen werden, seinen Ärger am Partner auszulassen. Natürlich sollte eine Beziehung auch Raum für Gespräche über ärgerliche Vorkommnisse bieten. Schlechte Laune, die ihre Ursachen außerhalb der Beziehung hat, sollten Sie allerdings nicht auf den Partner übertragen. Eine gesunde Portion Humor hilft dabei, sich auch bei Problemen eine gewisse Leichtigkeit zu bewahren. Wer sich selbst nicht immer todernst nimmt, vermeidet unnötige Spannungen mit dem Partner durch Dinge, die mit der Beziehung gar nichts zu tun haben.

Ganz ohne feste Regeln und Routine kommt kaum eine Partnerschaft aus. Bei einem Übermaß an Routine kann jedoch früher oder später Langeweile aufkommen, daher sollten die Partner darauf achten, sich ein gewisses Maß an Spontanität zu bewahren. Von Zeit zu Zeit gemeinsam aus dem Beziehungsalltag auszubrechen, stärkt das Wir-Gefühl der Partner und schafft gemeinsame Erinnerungen. Auch Paare, die schon längere Zeit zusammen sind, sollten sich hin und wieder erlauben, etwas Verrücktes miteinander zu unternehmen. Gerade wenn Probleme durch finanzielle oder andere Sorgen die Beziehung belasten, schweißen gemeinsame Erlebnisse die Partner umso mehr zusammen.

Übrigens ist es auch keineswegs falsch, sich Beziehungstipps von außen einzuholen oder auch mal in dem ein oder anderen Beziehungsratgeber nachzuschlagen. Oft können Personen von außen ganz andere Sichtweisen aufzeigen und wertvolle Beziehungstipps geben, auf die die beiden Partner, die sich bereits lange in der gemeinsamen Beziehung befinden, gar nicht gekommen wären. Hilfe von außen in Form von Beziehungstipps ist also nicht nur nicht schlimm, es ist sogar ratsam und kann eine echte Bereicherung für die Beziehung sein!

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