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Am wichtigsten ist die Liebe. Aber auch die richtigen Spiele können für viel Spaß bei der Hochzeit sorgen. (© Sergey_Ryzhenko - Fotolia.com)

Spiele (nicht nur) für die Hochzeit

 
 

Zu einer ordentlichen Hochzeitsfeier gehört ein wenig Programm damit der Abend nicht allein aus Essen, trinken und der Bewunderung des Brautpaars bestehen muss. In dieser Hinsicht sind Hochzeitsspiele das beste Mittel für den gemeinsamen Zeitvertreib. Sie sorgen für Stimmung, Spannung, so manche kleine Peinlichkeit und stellen oft genug das Brautpaar in den Mittelpunkt.

Hochzeitsspiele können vom dabei vom Brautpaar oder als Überraschung durch die Gäste geplant werden. Ersteres verzichtet natürlich auf dem Überraschungseffekt. Letzteres birgt das Risiko in sich, das Brautpaar zu verärgern. Wie man es aber auch am Ende macht - Man sollte vorher einschätzen ob die geladenen Gäste die richtige Ziel- und Altersgruppe für die Spiele sind. Übrigens: Die vorgeschlagenen Spiele eigenen sich auch hervorragend für Feiern von Jahrestagen oder für die zweite, dritte oder vierte Hochzeit. Die Frauen bieten Geld um es nach oben wandern zu lassen.

Strumpfband versteigern

Eigentlich ist es gemein. Da hat die Braut Stunden damit zugebracht sich hübsch einzukleiden und doch wollen ihr jetzt alle an die Wäsche. Doch auf das zarte Brautgemüt kann man bei diesem Spiel keine Rücksicht nehmen. Immerhin geht es ja auch nicht um die gesamte Wäsche. Lediglich ein Strumpfband soll ihr abgeluchst werden. Dafür stellt die Braut ihren Fuß auf einen Stuhl und entblößt die zarte Textile. Nun bieten die versammelten Männer (Ja, der Bräutigam darf auch mitmachen) Geld um das Strumpfband stückchenweise tiefer zu befördern. Die weibliche Gästeschar tut sein möglichstes um das Bein der Braut mittels seiner Gebote bekleidet zu halten. Wer das Spiel ein wenig abkürzen will nimmt der Braut einfach die weibliche Unterstützung und letzt alle nur auf das Strumpfband bieten. In jedem Fall bekommt der letzte Bieter das Strumpfband und kann es mit nach Hause tragen.

Baumstamm zersägen

Ein Spiel für alle Naturburschen und Handwerker (und natürlich umso lustiger, wenn weder die einen noch die anderen zur Hand sind). Es geht dabei darum, dass das Brautpaar gemeinsam einen Baumstamm zersägt. Ein bisschen ist es wie beim Anschneiden der Hochzeit, nur das diesmal eine Handsäge, statt eines Messers im Spiel ist. Der Baumstamm (der immerhin bedeutend härter als die misslungenste Torte ist) wird zuvor auf einem Sägeblock gelegt, welcher entweder am Ort der Hochzeitsfeier oder direkt vor der Kirche oder dem Standesamt aufgebaut wird.  Damit das Paar ein sauberes Ergebnis hinlegt muss es bei diesem Spiel gut zusammenarbeiten

Tanz mit Ballon

Eine Hochzeitsfeier ist ja im Grunde auch nur eine Party und wo eine  klassische Party ist kann man meist auch Ballons finden. Ganz ähnlich verhält es sich mit unserem nächsten Spiel. Das Brautpaar und einige andere Paare werden wird mit einem aufgeblasenen Ballon ausgestattet und damit auf die Tanzfläche geschickt. Ziel ist es, den Ballon während des nun folgenden Tanzes zwischen den Köpfen zu behalten. Um das Spiel interessanter zu machen fängt die Musik am besten Langsam an und steigert sich mit der Zeit dann immer mehr. Das Paar, welches zuletzt noch mit seinem Ballon kuschelt hat gewonnen.

Bräutigam erkennen

Für das folgende Spiel darf man als Braut kein schwieriges Verhältnis zu Männerbeinen haben. Dabei hilft es auch nichts, wenn der eigene Gatte straffe Traumwaden sein eigen nennt, denn es geht dabei nicht um ihn allein. Vielmehr muss man die Beine des Liebsten zwischen denen der anderen männlichen Hochzeitsgäste ausmachen. Zu allem Überfluss muss die Braut auch noch mit zwei Einschränkungen leben. Einschränkung eins: Sie darf dafür nur ihre Hände benutzen. Einschränkung zwei: Ihre Augen sind dabei verbunden. Kniend muss sie sich nun ihren Weg durch einen Wald aus Männerbeinen ertasten. Für das Spiel sollte man auf jeden Fall einen ausreichend großen Vorrat an Männern bereithalten. Alternativ kann man aber auch umgekehrt spielen, so dass der Bräutigam die Beine oder Füße seiner Braut ertasten muss.

Kochen in Fesseln

Gemeinsames Kochen ist schon unter den günstigsten Umständen keine Übung die jedem Ehepaar leichtfällt. Vor allem dann wenn die kulinarischen Talente in der Ehe nicht gleich (oder gleich schlecht) verteilt sind. In diesem Fall wird neben dem Verzicht auf Bestellservice und Backofenpizza auch die Fesselung des Paares gefordert (klassischerweise durch Handschellen). Um die teure Kleidung zu beschützen sollten idealerweise Kochschürzen verwendet werden. Das Gericht sollte natürlich nicht zu kompliziert sein um die Qual nicht unnötig in die Länge zu ziehen und die Feierlichkeiten nicht zu sehr aufzuhalten. Das Braten zweier Spiegeleier stellt die klassische Variante dar, der Kreativität sind aber keine Grenzen gesetzt.

Kuss auf Signal

Bei Spiel Nummer sechs geht es zur Abwechslung einmal äußerst romantisch zu. Und das schöne daran ist, dass man es während der gesamten Hochzeitsfeier spielen kann. Man vereinbart dafür zu Beginn der Feierlichkeiten ein Signal, bei dessen auftreten sich das Brautpaar sofort küssen muss. Am besten ist es ein akustisches Signal (damit es auch immer wahrgenommen werden kann). Das kann ein gerufenes Wort sein, ein bestimmter Laut (zum Beispiel ein Wolfsheulen oder ein Pfeifen) oder das Klappern aller Gäste mit dem Geschirr. Das „Küssen auf Befehl“ kann natürlich besonders interessant und amüsant werden wenn die Brautleute während des Signals gerade etwas essen, weit voneinander entfernt oder einfach mit den Gedanken ganz woanders sind.

Partnerquiz

Zuletzt darf bei allen Fans von Quizshows das Herz höher schlagen. Den Brautleuten könnte es aber eher in die Hose rutschen, wenn sie ihren Partner noch nicht so lang oder nicht gut genug kennen. Beide Partner werden von einem zuvor bestimmten (und am besten möglichst sadistischen) Quizmaster unabhängig voneinander über Details über ihren Alltag und ihr Zusammenleben gefragt. Wer sich gut kennt und die Gedanken des anderen schon gewohnheitsmäßig errät ist hier klar im Vorteil. Die Zahl der möglichen Fragen ist schier grenzenlos: Wer sitz öfter vor dem Fernseher? Wer nascht lieber? Wer hält besser Ordnung? Wer kocht besser? Wer ist aktiver? Wer liest lieber? Wer ist rechthaberischer? Neben dem Gespür für den Partner wird so gleich auch die eigene Fähigkeit zur Selbsteinschätzung auf die Probe gestellt. Für viele Übereinstimmungen gibt es mehr Punkte oder auch Geld für das Brautpaar. Wer dagegen durchfällt kann sich mit seinen Antworten auch Stück für Stück die Grundlage für eine spätere Standpauke legen.

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