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Neun gute Gründe sich zu trauen

 
 

Frisch verliebt - dafür aber bis über beide Ohren? Oder doch schon seit Jahren mit ein und dem selben Partner zusammen aber den letzten Schritt doch noch nicht gewagt? Wir nennen Ihnen gute Gründe für die Ehe.

Grund 1: Weil es diesmal ein Volltreffer ist

Sie wissen es genau. Diesmal ist es kein Frosch, keine böse Fee und auch keine Fata Morgana. Diese Liebe reicht fürs Leben und man braucht keine andere mehr. Nie mehr! Mit diesem Menschen ist es keine Belastung, sondern ein Abenteuer gemeinsam durchs Leben zu gehen, alt zu werden, Kinder zu bekommen und groß zu ziehen und sich zusammen über die Welt zu wundern. Es gibt keinen Plan B und keine Option auf eine vielleicht bessere Partie mit irgendwem, irgendwo und irgendwann, sondern nur die bedingungslose Entscheidung für diese Person. Jeder weiß wie und das man zueinandersteht und dass man sich immer auf den anderen verlassen kann. Wenn all das zutrifft, wären sie – mit Verlaub – schön blöd nicht „Ja“ zu sagen.

Grund 2: Weil wir in einem Boot sitzen (wollen)

In einer Ehe kennt man sich, man zieht an einem Strang und lässt sich auch von den Widrigkeiten des Lebens nicht so schnell kleinkriegen. Und das auch deshalb, weil die Hürde für eine Trennung höher ist: Eine Scheidung ist emotional belastend, manchmal zeitaufwendig und nicht immer günstig. Außerdem erinnert man sich an das Versprechen, dass man einander gab, und scheut sich, den Partner einfach so mir nichts, dir nichts abzuschreiben. Das mag auf den ersten Blick sehr einengend klingen, aber so wird eine vorübergehende Krise nicht direkt zum Anlass die Beziehung zu beenden. Stattdessen stärkt die gemeinsam überwundene Krise die Liebe sogar oft noch, wenn wieder glücklichere Zeiten kommen. Eben ein Zusammenhalt in guten wie in schlechten Tagen.

Grund 3: Weil wir es uns gut überlegt haben


Bei allen überschwappenden Emotionen haben Sie dennoch nicht vergessen, auch einmal den nüchternen Verstand einzuschalten: Will man Kinder haben? Was bedeutet das für die Beziehung? Will man zusammen ein Haus kaufen oder bauen? Wo will man Leben? Braucht man einen Ehevertrag? Wie viel Zeit braucht man für sich? Wo gibt es Reibungspunkte und wie kriegt man sie geregelt? Welche Rolle sollen Romantik, Beruf und persönliche oder gemeinsame Freundschaften in der Ehe spielen? Wer all diese Fragen diskutiert und geklärt hat, braucht sich um seine Ehe kaum noch Sorgen zu machen und kann das „Ja-Wort“ dann getrost mit der Lässigkeit eines Action-Helden „herausfeuern“.

Grund 4: Weil es ein symbolischer Tag ist

Der Tag der Hochzeit ist ein Tag, auf den man sich so richtig freuen kann und der in jedem Fall eine der wichtigsten Stationen im eigenen Leben ist. Zwar ist es eben nur ein einziger Tag, aber die Vorfreude in der ganzen Zeit davor, kann auch etwas sehr Schönes sein. Außerdem bekommt man bei einer Hochzeit noch die Summe an Traditionen von vielen Jahren und Ländern gratis mit dazu: Schon unzählige Kaiser, Könige und Pharaonen haben sich auf die eine oder andere Art das „Ja-Wort“ gegeben – eine illustre Gesellschaft, in die man sich nun einreihen kann. Auch sonst ist der Tag randvoll mit symbolischer Energie aufgeladen: Ob die in Kindertagen fast schon mystische Hochzeit der eigenen Eltern, oder aber all die Traumhochzeiten in Filmen, Märchen und Legenden, mit denen man schon konfrontiert wurde. Von vielen pompösen Promihochzeiten ganz zu schweigen.

Grund 5: Weil es reich(er) macht und (mehr) Recht gibt

Sind wir mal ehrlich. Es gibt zwar viele sehr hehre und romantische Gründe sich auf eine Ehe einzulassen. Aber daneben finden sich eben auch Argumente, die selbst knallharten Realisten einleuchten. Dazu gehören zunächst einmal die Steuervorteile, die man als Verheirateter genießt. Beim sogenannten Ehegattensplitting zahlt man weniger Steuern. Zumindest dann, wenn nur ein Partner verdient, oder wenn die Gehälter beider Eheleute sich stark unterscheiden. Ebenfalls attraktiv ist die Möglichkeit der beitragsfreien Mitversicherung beim Partner in der Kranken- und Rentenversicherung. Auch ein Kredit ist einfacher aufzunehmen. Und wenn der Partner stirbt, hat man als Hinterbliebener eine bessere Stellung. Neben dem Erhalt einer Witwen- oder Witwerrente, ist auch eine Erbschaft ohne Testament möglich und auch das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder geht automatisch an den hinterbliebenen Ehepartner über. Zu guter Letzt erhält man noch ein Zeugnisverweigerungsrecht: Man muss den Partner vor Gericht nicht belasten und darf die Aussage gegen ihn verweigern. Auch dann schon, wenn man nur verlobt ist.

Grund 6: Weil die Hochzeitsfeier unvergesslich wird


Feiern, als ob es kein Morgen mehr gäbe. Wer tut das nicht gerne? Und eine Hochzeitsfeier ist weit mehr als irgendeine beliebige Party. Sie ist schillernd, sie ist einmalig und sie kann genau so sein, wie Sie es gerne möchten. Wenn Sie mögen, dann feiern Sie einfach eine Märchenhochzeit mit weißem Kleid und schwarzen Anzug, Blumenmeeren, Romantik und Tradition. Oder sie pfeifen auf all das. Von der legeren Grillparty mit den besten Freunden, bis hin zum bombastischen Bankett ist alles möglich. Auch bei der Musikauswahl haben Sie freie Hand. Niemand schreibt Ihnen vor, dass nur Liebesschnulzen oder Klassik aus den Boxen dringen. Auch eine Rock-, Rap- oder Technohochzeit ist drin. Kurzum: Ihre Hochzeitsfeier kann genauso individuell, genauso traditionell oder ausgeflippt, wie sie selbst werden. Nicht zu vergessen sind auch die Geschenke. Hier kann bei einer Hochzeitsfeier einiges zusammenkommen. Egal ob eine Haushaltsgrundausstattung (Geschirr, Möbel, Fernseher, etc.) oder Geld für die Flitterwochen. Und noch Jahre danach haben Sie einen Tag, an den Sie sich gemeinsam erinnern können.

Grund 7: Weil es schön ist zusammen zu gehören


Sie und Ihr Partner gehören zusammen. Sie wissen das und haben es sich in Hunderten von Liebesnächten, Küssen, gemeinsamen Unternehmungen und Liebesschwüren bewiesen. Und doch ist es noch mal etwas ganz Besonderes, sich auch der Welt gegenüber als unzertrennliche Einheit zu präsentieren. Mit einem Eheversprechen vor der Gesellschaft, dem Staat oder Gott, bekommt Ihre Liebe etwas Garantiertes und Verbindliches. Ein solches Versprechen wird niemals leichtfertig gegeben. Das weiß Ihr Partner, genauso wie Sie es wissen. Diese Gewissheit macht stolz und wird durch einen hübschen Ehering am Finger und den gemeinsamen Namen auch noch deutlich sichtbar und hörbar. Nun heißt es „Sie beide gegen den Rest der Welt“.

Grund 8: Um eine Familie zu sein


Bei einer Ehe geht es natürlich in erster Linie um zwei Personen, die sich lieben. Aber auch wenn es sich manchmal so anfühlt – man ist auch als Paar nicht allein in der Welt. Und wenn zwei Menschen sich lieben und offen dazu stehen, dann können auch andere um einen herum davon profitieren. Da sind zum einen die eigenen Eltern, Brüder, Schwestern und Großeltern und die des Partners, die durch die Hochzeit näher zusammenrücken und vielleicht auch erst richtig in Kontakt kommen können. Zum anderen – und das ist noch viel wichtiger – ist da vielleicht ein kleiner Stöpsel, dem seine Eltern mit Ihrer eigenen Beziehung ein Vorbild sein können. Je mehr Sicherheit und Liebe ein Kind bei seinen Eltern spürt, desto eher kann es dann auch später diese Dinge seinem Partner geben. Dafür ist natürlich nicht zwingend ein Trauschein erforderlich, aber ein gemeinsamer Nachname und das Wissen, dass die Eltern verheiratet sind und sich nicht so einfach trennen werden, kann auch dem Kind oder den Kindern ein größeres Gefühl von Stabilität geben. Natürlich sollte all das nie und nimmer der Hauptgrund für eine Ehe sein, aber es ist auf jeden Fall ein schöner Bonus.

Grund 9: Um gesund und glücklich zu sein

All die genannten Argumente mögen schön und gut sein. Aber letztlich geht es jedem Menschen bei seinen Entscheidungen ja darum, ob er damit gesund und glücklich wird bzw. bleibt. Im Fall der Entscheidung für eine Ehe spricht einiges für ein klares „Ja“ auf diese Frage. Verschieden Studien belegen, dass Männer wie Frauen durch die Ehe glücklicher und gesünder werden. Ob Depressionen und andere Gemütserkrankungen, Alkoholsucht oder Drogensucht. In jedem Fall scheint die Ehe das Risiko einer Erkrankung zumindest zu vermindern. Auch der körperlichen Fitness scheint die Ehe gut zu tun. Das Gleiche gilt natürlich auch für Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern.

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