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Irisches Menü für Zwei

 
 

Dass man den Todestag eines Bischofes feiert, der vor über 1500 Jahren lebte, klingt zunächst einmal sehr ungewohnt. Nicht aber für die Iren und erst Recht nicht, wenn es um ihren St. Patrick geht.

Dem irischen Missionar zu Ehren werden jährlich am 17.4. Paraden veranstaltet,  Getränke und sogar Flüsse grün gefärbt und man kneift jeden, der nichts Grünes trägt. Doch egal, ob man aus historischem Interesse oder eher des Events wegen diesen Tag begeht – gutes Essen gehört nicht nur bei den Iren zum Feiern mit dazu. Und so wollen wir uns mal ein wenig mit der Küche der grünen Insel beschäftigen.

Als Vorspeise bietet sich Stew sehr gut an. Dieser einfache irische Eintopf besteht aus folgenden Zutaten:

MengeZutat
500gHammel
200gWirsing
2große Kartoffeln
1Zwiebel
2Möhren
250mlWasser
etwasPetersilie

Das Fleisch wird in Stücke geschnitten, ebenso das Gemüse. Nun werden die Zutaten in einen Topf mit gut sitzendem Deckel geschichtet, mit Wasser übergossen und zum Kochen gebracht. Zugedeckt muss der Eintopf nun zweieinhalb Stunden bei schwacher Hitze köcheln, bis das Fleisch gar und das Gemüse sämig geworden ist. Ein einfaches, rustikales Essen – aber wie jede gute Hausmannskost gibt auch Stew Energie.

Als Hauptgang folgen Boxty griddle pancakes, typisch irische Kartoffelpuffer. Hierfür benötigt man folgende Zutaten:

MengeZutat
250gKartoffeln
175mlMilch
100gMehl
½ TLBackpulver
1Ei

Um den Kartoffelpuffern die richtige Konsistenz zu geben, muss die Hälfte der Kartoffel gekocht und dann gestampft – die andere Hälfte gerieben werden. So kann man sicher sein, dass die Boxties nicht auseinanderbröckeln bzw. zerlaufen. Dann werden alle Zutaten vermischt, mit Salz und Pfeffer gewürzt und in esslöffelgroßen Portionen in die Pfanne gegeben. Sind die Kartoffelpuffer goldbraun, so sind sie bereit verspeist zu werden.

Zu Boxties serviert die irische Hausfrau gerne black pudding, was rein akustisch schon schöner klingt als "Blutwurst". Wem das aber trotzdem zu makaber ist, der kann auch Bratwurst dazu essen – oder er zaubert aus diesem Gang eine Süßigkeit, indem er die Boxties mit Apfelmus, Ahornsirup oder Zimt und Zucker genießt!

Für die Nachspeise benötigt man (endlich) das, was vermutlich vielen zuerst eingefallen ist, als sie das Thema dieses Menüs lasen: Wo bleibt der Whisky?! Der schmeckt natürlich auch in seinem Ursprungszustand, eignet sich aber auch als Backzutat für einen Whisky Nutcake:

MengeZutat
275gVollkornweizenmehl
50gRohrzucker
1Ei
1 Pk.Trockenhefe
100gHonig
100gRosinen
100gSultaninen
100ggehackte Walnüsse
6 ELirischer Whisky

Die Nüsse, Rosinen und Sultaninen nehmen ein Whiskybad, bis sie schön eingeweicht sind. In der Zeit knetet man mit Wasser einen schönen Teig aus Mehl, Zucker, Hefe und Ei, der dann eine knappe Stunde an einem warmen Ort gehen muss. Ist der Teig schön aufgegangen, so wird er ausgerollt und mit dem erwärmten Honig bestrichen. Dieser dient als Kleber für die Frucht-Nuss-Whisky-Mischung, die nun auf dem Teig verteilt wird. Der so präparierte Teig wird nun zu einer großen Wurst aufgerollt und in eine eingefettete Springform gelegt. Eine weitere Stunde muss man ihm wieder Zeit geben noch einmal zu gehen, ehe er bei 200°C etwa 40 Minuten gebacken werden kann.

Schlemmen wie die Iren. Der St. Patrick’s Day ist auf der Insel ein wichtiger Feiertag, an dem Familie und Freunde zusammenkommen und gemeinsam feiern. Laden Sie doch auch einmal wieder Ihre Liebsten ein und erfreuen sie sich der Köstlichkeiten der irischen Küche. Und wer weiß, vielleicht sind Sie ja so von der Feierlaune ergriffen, dass Sie zu dem Essen noch grüne Lebensmittelfarbe hinzugeben…?!

So oder so wünscht Ehe.de einen guten Appetit!

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