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Witwen sind bei ihrer erneuten Heirat im Schnitt zehn Jahre jünger als Witwer. Was das wohl bedeutet... (© michaeljung - Fotolia.com)

Ehefrauen bringen ihre Männer (statistisch) früher ins Grab!

 
 

Wenigstens könnte man dies aus der Jahresstatistik des Statistischen Bundesamtes ableiten, die den fiktiven „Durschnittsdeutschen“ in jedem Jahr wieder neu erfindet. Im Durschnitt ganze zehn Jahre jünger (immerhin knackige 52 Jahre) sind verwitwete Frauen, die sich wieder für den Bund der Ehe entschließen, während Witwer erst mit 62 Jahren erneut vor den Altar treten. Verpackt in Grafiken und Zahlen findet man auch weitere spannende Zahlenspiele und stellt fest: Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Einzelteile, obwohl die ganz schön spannend sein können…

Rund um Partnerschaft, Familie und Scheidung:

Laut Statistischem Jahrbuch 2012 bekam die deutsche Frau im Schnitt ihr erstes Kind mit knapp 29 Jahren; danach folgen laut Statistik noch „0,4 Kinder“, bis die durchschnittliche Familienplanung abgeschlossen ist.

-          Die beliebtesten Kindernamen der Deutschen waren Sophie und Maximilian.

-          Von den 13 Millionen Minderjährigen wachsen knapp 75% bei verheirateten Eltern auf, während nur 8% in Lebensgemeinschaften groß werden.

-          Das Durchschnittsalter der Bräutigame lag bei 37,3 Jahren, während die Frauen sich mit 34,1 Jahren trauten, den Bund für die nächsten 14 Jahre einzugehen.

-          Die jüngste verheiratete Mutter der letzten Statistik war gerade einmal 16 Jahre alt.

-          Laut Statistik gab es 187 248 Eheauflösungen, von denen mehr als die Hälfte zwischen kinderlosen Paaren geschieden wurden.

-          221 Ehen sind rechtlich aufgehoben worden, da sie ungesetzlich geschlossen wurden.

-          Knapp 60% der gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften wurden von Männern geschlossen.

-          Während 41 809 Frauen als Tagesmutter arbeiteten, passten auch 972 Tagesväter daheim auf Kinder auf.

-          Es gab 4021 Adoptionen, von denen mehr als die Hälfte von Stiefvater oder –mutter beantragt wurden.

 

Unser Leben in der Statistik allgemein:

-          Der Durchschnittsdeutsche teilte den Quadratkilometer um seine für 586€ gemieteten 92m² Wohnfläche herum mit 228 anderen Menschen.

-          Für jeden seiner 1,6 Kinobesuche im Jahr zahlte der Durchschnittsdeutsche im Schnitt 7,40€.

-          Während der Durchschnittsmann nur 252€ im Jahr für Bekleidung ausgab, machten die Frauen für ihre eigene Garderobe fast doppelt so viel locker.

-          Der Bundesbürger verputzte im Schnitt pro Jahr knapp 6kg Butter, gut 85kg Fleisch214 Eier und 118l Bier.

-          Für Socken und Strümpfe gab der Deutsche durchschnittlich genauso viel aus wie für Telefone und Fax, nämlich drei Euro pro Monat.

-          Die 81,8 Millionen Menschen, die in Deutschland lebten, aßen in den untersuchten zwölf Monaten 493 000 000l Eiscreme.

Fast erschreckend wirkt die Reduktion der eigenen Lebensgewohnheiten und Befindlichkeiten auf einen Satz globalisierter Zahlen. Mit der eigenen Realität hat dies aber oft nur wenig gemein. Dennoch sind häufig die Tendenzen interessant, die sich aus diesem Zahlenspiel ergeben. Woran liegt es z.B., dass über zehn Prozent mehr Männer als Frauen in keiner Partnerschaft leben? Sind gleichgeschlechtliche Beziehungen daran schuld? Handelt es sich gar um einen wachsenden Trend von „Vielweiberei“? Oder sind Männer generell einfach die größeren Beziehungsmuffel? Das wäre sicherlich mal ein ganz eigenes Thema für eine neue Deutschland-Statistik…

Quelle: Statistisches Bundesamt

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