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Dating zu Zeiten von Corona

 
 

Häufiges Händewaschen, Desinfizieren und vor allem genügend Abstand zu den Mitmenschen halten. Dies sind die Richtlinien nach denen sich momentan alle in Deutschland aufgrund der starken Verbreitung des Coronavirus (COVID-19/ SARS-CoV-2) richten sollen. Und dieses Verhalten ist auch durchaus berechtigt. In den letzten Wochen hat sich das hochansteckende Virus weltweit ausgebreitet und die Zahlen sind weiterhin steigender Tendenz. Ist in so einer Zeit, in der sozialer Kontakt und menschliche Nähe eigentlich gemieden werden sollten, dann das Kennenlernen neuer Partner und Dating überhaupt noch möglich?

Kennenlernen, aber bitte auf Distanz bleiben!

Damit das Kennenlernen und das damit zusammenhängende Aufbauen einer Beziehung, unabhängig davon ob man sich bereits etwas kennt oder noch im Prozess ist mehr über einander zu erfahren, möglich ist, ist eine effiziente Kommunikation unumgänglich. Der direkte Kontakt mit den Mitmenschen sollte jedoch aus Solidarität und zum Wohle aller, vorerst bestmöglich unterbunden werden. Abstand halten ist der beste Schutz nicht nur für sich selbst, sondern auch für alle um einen herum.

Wie wichtig soziale Distanzierung ist, wird vor allem durch den Entschluss des bundesweiten „Corona-Kontaktverbotes“ deutlich. Demzufolge ist es mehr als zwei Personen nicht gestattet sich gemeinsam an einem öffentlichen Ort zu befinden. Ausgenommen sind im selben Haushalt lebende Personen oder falls ein Treffen anderweitige Berechtigung hat, wie aufgrund zwingender beruflicher Gründe. Begegnet man jemandem auf den Straßen so ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten, besser noch von 2 Metern. Wie aber soll ohne direkten Kontakt der Aufbau einer Beziehung zu einer anderen Person dann überhaupt möglich sein? 

Lieber erst über das Smartphone kennenlernen

Die Antwort hierfür liegt in der Digitalisierung. Besonders heutzutage bieten Dating Apps und soziale Plattformen vielerlei Möglichkeiten mit anderen Menschen Kontakt aufzubauen und vereinfachen auch den jederzeitigen Austausch zu diesen. Gespräche werden nicht mehr von Angesicht zu Angesicht geführt, sondern überwiegend über Nachrichten per WhatsApp oder Facebook. Vermisst man die Stimme des Gegenübers oder fragt man sich bei einer frisch kennengelernten Person, wie diese wohl klingen mag, so kann man einfach telefonieren oder sich Sprachnachrichten zuschicken.

Sofern unterscheidet sich dies nicht zu sehr von der gewohnten Kommunikationsführung bzw. dem gewohnten Kennenlernen neuer Leute und ist somit eine sehr entgegenkommende und vor allem auch sicherere Alternative.

 

Leitfaden: "Rechtliche Informationen zum Coronavirus" geschrieben von Volker Bellaire. Stand:

Rechtliche Informationen zum Coronavirus

Einladung zum Date: Wo können wir uns treffen?

Dass man sich nach gewisser Zeit dann auch mal sehen möchte, ist durchaus nachvollziehbar. Ein Date zu organisieren war vor Corona mit Leichtigkeit zu handhaben. Auch wenn der Ort des Treffens etwas weiter weg lag, stellte dies keine allzu große Herausforderung dar, vor allem nicht, wenn man über ein eigenes Auto verfügte. Durch COVID-19 jedoch sollte auf öffentliche Verkehrsmittel so gut wie möglich verzichtet werden. Hat man in so einer Situation kein eigenes Fahrzeug oder kennt man keine Person, die sich dazu bereit erklärt jemanden zu fahren, so muss man doch mehr Gedanken in die Wahl des Treffortes stecken und einen für beide Partner geeigneten Ort ausfindig machen.

Zudem kommt hinzu, dass durch den aktuellen Entschluss auch das simple Einladen auf einen Kaffee oder auf ein Eis deutlich erschwert ist. Beliebte Trefforte wie Restaurants und Cafés bleiben vorerst geschlossen. Lediglich die Lieferung und Mitnahme von Essen und Getränken für den Verzehr zu Hause ist eventuell noch möglich. Alternativ könnte man jemanden also nur auf einem Coffee-to-go und einem Spaziergang einladen, wobei auch hierbei zu hinterfragen ist, ob man nicht lieber zu Hause bleiben und warten sollte bis sich Deutschland und der Rest der Welt von der Krise erholt haben.

Generell gilt: Man sollte persönliche Treffen, wenn möglich, auf einen späteren Zeitpunkt, am besten einen Zeitpunkt nach der Coronakrise, verschieben, um eine Infizierung mit dem Virus zu umgehen. Vielleicht bietet der Video-Chat vorerst eine vorübergehende Alternativlösung an. Man sieht den Gegenüber und auch dessen Reaktionen im Gegensatz zu Textnachrichten, Sprachnotizen oder Telefonaten. Und wer weiß, vielleicht steigern sich die Neugier und die Vorfreude auf das erste Treffen durch das Warten umso mehr.

 Was ist während des Treffens noch erlaubt?

Kommt es nun jedoch trotz des Kontaktverbotes und der zuvor genannten Hindernisse zu einem Date, so müssen bestimmte Regeln befolgt werden. Zum einen darf man sich wie bereits erwähnt maximal mit einer nicht im selben Haushalt lebenden Person treffen. Das bedeutet, dass Doppel- und Gruppendates für das erste Tabu sind und sanktioniert werden können.

Des Weiteren sollte das gewohnte Händeschütteln zum Gruß vermieden werden, geschweige denn Umarmungen oder Küsschen. Alternativ kann man nun die neue „Corona-Begrüßung“ anwenden. Was letzten Endes die Corona-Begrüßung genau ist, ist jedem selbst überlassen. Ob die eigene Version der Corona Begrüßung nun durch die asiatische Verbeugung beeinflusst wurde oder man statt einem Händedruck nun die Ellbogen abgeklatscht ist jedem selbst überlassen. Hierbei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Was intimeren Körperkontakt angeht ist es schwierig auf Alternativen auszuweichen. Es gilt weiterhin auf unnötigen Köperkontakt bestmöglich zu verzichten. Da es sich wohlmöglich um eine vorübergehende Situation handelt, bleibt den Menschen wohl oder übel nichts anderes übrig, als sich dem vorerst zu beugen. Was man sich hierbei vor Augen führen sollte ist, dass man dadurch die Ausbreitung des Virus verlangsamt und die Einführung einer absoluten Ausgangssperre, wie es bspw. in Bayern der Fall ist, vermeiden kann.