Versicherungen - Sicher ist sicher!

Sie sind verheiratet und möchten Ihre Ehe auf sichere Beine stellen? Dann vergessen Sie nicht, folgende Versicherungen für alle Fälle abzuschließen.

Hier die 6 wichtigsten:

Risikolebensversicherung

Für Familien ist eine Risikolebensversicherung unverzichtbar. Diese zahlt, wenn einer der Ehepartner stirbt. Somit sind die Hinterbliebenen im Ernstfall finanziell versorgt. Ratsam ist es, dass beide Partner vorsorgen. Sichert man sich in einem gemeinsamen Vertrag ab, zahlt die Risikolebensversicherung nur beim Tod desjenigen, der zuerst stirbt.

Empfehlenswert ist eine Versicherungssumme in Höhe des dreifachen Jahreseinkommens.

Expertentipp:

Ratsam ist zusätzlich eine Nachversicherungsgarantie. Damit kann man die Versicherungssumme bei bestimmten Ereignissen, wie Heirat, Hauskauf oder Geburt von Kindern nochmals ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen.

Private Haftpflichtversicherung

Es geht nicht ohne sie: die Rede ist von der privaten Haftpflichtversicherung. Sie sichert den Versicherungsnehmer gegen die finanziellen Ansprüche Dritter ab. Eheleute benötigen nur einen einzigen Vertrag. Der Partner und auch die im Haushalt lebenden Kinder sind dann beitragsfrei mitversichert. Der jüngere Vertrag kann übrigens aufgehoben werden.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Verunglückt oder erkrankt ein Ehepartner schwer und fällt dadurch ein Einkommen weg, kann dies gravierende finanzielle Konsequenzen haben. Viele Ehepaare haben finanzielle Verpflichtungen und müssen beispielsweise einen Kredit abzahlen und ihre Kinder versorgen. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung braucht man auch in schweren Zeiten keine finanziellen Einbußen befürchten.

Gut zu wissen:

Voraussetzung für eine Zahlung ist allerdings, dass anschließend der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Wer bei einem Unfall bsp. „nur“ seinen kleinen Finger verliert, kann wahrscheinlich weiter in seinem oder einem anderen Beruf arbeiten. In solchen Fällen springt die private Unfallversicherung ein, so dass man sich über eventuelle finanzielle Folgen keine Sorgen machen muss.

Hausratversicherung

Eine Hausratversicherung ersetzt Schäden an Einrichtungs- sowie Gebrauchs- oder Verbrauchsgegenständen, die beispielsweise durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Diebstahl entstehen. Wohnen beide Partner zusammen, reicht eine gemeinsame Police aus. Ist bereits eine Hausratversicherung vorhanden, kann man die jüngere aufheben. Man sollte dann die Versicherungssumme entsprechend erhöhen, sonst ist man unterversichert.

Kfz-Versicherung

Besitzt jeder Ehepartner ein eigenes Auto, muss er sich auch selbst in der Kfz-Versicherung versichern. Oft wird dabei der Personenkreis beschränkt, der dieses Auto führen darf. Damit im Falle eines Schadens der Versicherungsschutz auch greift, sollten sich beide Partner gegenseitig als Fahrer eintragen.

Rechtschutzversicherung

Besitzen beide Partner eine Rechtschutzversicherung, kann der zuletzt abgeschlossene Vertrag ohne Frist aufgehoben werden. Bei einer Verkehrsrechtschutzversicherung sollte man zusätzlich prüfen, ob es sich um eine Rechtschutzpolice für das Fahrzeug oder den Fahrer handelt. Bei einer Fahrzeug-Rechtschutzversicherung ändert sich durch die Heirat nichts, bei der Fahrer-Rechtschutzpolice muss der Ehepartner unter Umständen noch mitversichert werden!

Expertentipp:

Mindestens einmal im Jahr sollten Ehepaare kontrollieren, ob ihr Versicherungsschutz noch auf dem neuesten Stand ist. Besonders, wenn sich die familiäre Lebenssituation ändert, beispielsweise durch einen Hauskauf oder die Geburt eines Kindes, ist die Anpassung des Versicherungsschutzes wichtig. Die Verträge sollten zudem auf eine ausreichende Deckungssumme geprüft werden, denn eine Unterversicherung kann teuer werden. Ratsam ist es, Schäden bis zu einer Höhe von 5 Millionen € abzusichern.

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